Direkt zur Hauptnavigation springen Direkt zum Inhalt springen Zur Unternavigation springen

Bardenitz, Pechüle und Klausdorf feiern Karneval voller Tanz, Humor und Akrobatik

  • Erstellt von Mirco Ullrich
  • Traditionspflege, Fasching, Dorffest

Am letzten Februarwochenende vom 27. Februar bis 1. März 2026 verwandelten sich die drei Dörfer Bardenitz, Pechüle und Klausdorf erneut in eine bunte Karnevalshochburg. Unter dem diesjährigen Motto „Einsteigen bitte – Ida saust durch den Fläming“ präsentierten über 60 Aktive vor und hinter der Bühne im Sportsaal von Pechüle ein mitreißendes Programm. An drei Abenden sorgten die Mitwirkenden für beste Stimmung, närrischen Zusammenhalt und abwechslungsreiche Unterhaltung.

Die Reise von Ida und ihrem Chef im selbstgebauten „Robur-Bus“, gelenkt von einem etwas verpeilten Busfahrer, der sie quer durch den Fläming kutschierte, führte diesmal durch zahlreiche Orte der Region und hielt dabei viele Überraschungen und kuriose Begegnungen bereit. Gleich zu Beginn sorgte ein Wildwechsel für Aufregung: Bezaubernde Rehkitze kreuzten den Weg und brachten nicht nur den Chef durch ihre Tanzbewegungen gehörig aus der Fassung. Anschließend erklärten tanzende Verkehrsschilder auf humorvolle Weise ihre Bedeutung und sorgten mit viel Witz für Lacher im Publikum - in gelungener Auftakt für die humorvollen Beiträge, die das Programm durchzogen.

Zahlreiche Gastauftritte setzten weitere Höhepunkte: Die Mönche aus „Kloster (Bruder) Zinna“ brachten mit augenzwinkernder Frömmigkeit das Publikum zum Schmunzeln. Die Krankenpflegerinnen aus dem Pflegestützpunkt Bad Belzig wirbelten über die Bühne, ebenso wie die tanzenden „Spargelspitzen“ aus Beelitz und die mitreißenden Sabinchenpaare aus Treuenbrietzen. Ihre abwechslungsreichen Choreografien wurden mit tosendem Applaus belohnt.

Akrobatik und technische Herausforderungen sorgten für zusätzliche Spannung: Mit einer beeindruckenden Stuhlakrobatik half eine Passagierin, die defekte Dachluke des Robur-Buses in über vier Metern Höhe zu schließen. Später begeisterte eine Artistin an der rund vier Meter hohen Bushaltestange das Publikum mit atemberaubender Stangenakrobatik. Als der Robur-Bus einen Motorschaden erlitt, reparierte die Tanzgruppe „Bardenitzer Fahrzeug Club“ das Problem schwungvoll und tänzerisch.

Ida und ihr Chef trafen außerdem auf die Musikanten „Bardenitzer Herzbuben“, die den Saal kräftig einheizten, bevor sie symbolisch weiter zum Beelitzer Spargelfest zogen. Schließlich erreichte der Robur-Bus den hiesigen Keilberg, wo sie von heimischen „Fledermäusen“ zum Wurzelfestival begrüßt wurden. Es war der Beginn einer langen Nacht, in der alle Karnevalisten und ihre Gäste gemeinsam bis in die frühen Morgenstunden ausgelassen feierten.

Der Karneval 2026 zeigte eindrucksvoll, wie stark der Zusammenhalt der drei Dörfer ist. Über Wochen wurde geprobt, Jung und Alt brachte gemeinsam Herzblut auf die Bühne, und Kreativität, Humor, Akrobatik und tänzerisches Können nahmen das Publikum mit auf eine turbulente Reise durch den Fläming, die noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Fahrt_im_Robur.jpg
Mönchstanz.jpg
Spargeltanz.jpg