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Wasserfall im Kindergarten

  • Erstellt von Quelle: MAZ 28.02.2013 Gerald Bornschein
  • Investition

PECHÜLE Der fünfjährige Mika Griebsch hatte die zündende Idee für das Projekt „Erlebniswelt Wasser" in der Kita „Kinderland" im Treuenbrietzener Ortsteil Pechüle. Bisher stand nur ein kleines Becken in der Werkstatt zur Verfügung, um den Kindern das Medium Wasser besser begreifbar zu machen.

Künftig sollen dagegen die Waschbecken im Sanitärbereich in drei Etagen (entsprechend der Körpergrößen der Kinder) angeordnet sein. Mit Hilfe herausnehmbarer Abtrennungen können sie zu Kaskaden verbunden werden. Dadurch werden das Experimentieren erleichtert und die Erfahrungsräume der Kinder erweitert. Ganz nebenbei werden dann auch mehr als fünf Kinder gleichzeitig Zähne putzen und in den Spiegel schauen können.

Dass die Realisierung des Vorhabens jetzt in greifbare Nähe rückt, dafür sorgt auch ein Scheck aus dem Projekt „Regional, mir nicht egal!", der Anfang Februar an die Kita übergeben wurde. Mit 1400 Euro beteiligen sich die unterstützenden Unternehmen an der Finanzierung der Umbauten. Die Leiterin der Einrichtung Siegrid Höhne freut sich über die Zuwendung aus der Wirtschaft. Auch Eltern und Mitglieder des Fördervereins waren zur symbolischen Übergabe nach Pechüle gekommen.

Die Kinder selbst bedankten sich mit einem lustigen Lied, das sie extra einstudiert hatten, und mit einer Mappe, in der einige ihrer „Entwurfszeichnungen" für das Wasserprojekt zusammengefasst sind. Etwas daneben ging die Schätzung der Kinder, welche Summe denn auf dem Scheck angegeben ist: „4000 Millionen". Trotzdem fehlt noch Geld. Sigrid Höhne hofft, dass sich auch die Stadt Treuenbrietzen als Träger der Kita beteiligt. Baubeginn soll im Frühjahr sein, die Bereitschaft der Eltern und ehrenamtlichen Helfer vom Verein „Kinderland" ist wie gewohnt groß.

In der Kita werden Kinder bis sechs Jahre betreut, durch die „integrative Kindertagesbetreuung" (IKTB — früher als Hort bekannt) auch Kinder der ersten bis dritten Klassen der Grundschule „Albert Schweitzer" Treuenbrietzen - also bis zum Alter von zehn Jahren. Die Einrichtung versteht sich als Naturkita.

Vier pädagogische Mitarbeiter und eine technische Kraft sorgen für das Wohl der Kinder, die teilweise aus Lühsdorf und Treuenbrietzen kommen. Geöffnet ist in der Regel von 6 bis 17.30 Uhr. Künftig wird auch das Thema Inklusion stärker auf das Team zukommen, bisher werden bereits Kinder mit Sprachstörungen betreut.

Mit der „Erlebniswelt Wasser" wird das fünfte Projekt aus der Aktion „Regional, mir nicht egal!" unterstützt. Zum ersten Mal wird eine Einrichtung außerhalb der Kreisgrenzen von Teltow-Fläming gefördert.

www.regional-mir-nicht-egal.de


Bei der Scheckübergabe an die Kita.    FOTO: GERALD BORNSCHEIN

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